Eddi – der sensible

Ich bin Eddi – der Sensible🐰
Im September 2020 begann mein neues Leben. Ein Züchter hatte mich und vier andere Kaninchen, auch Kinder von mir, in den Kleinanzeigen „zu verschenken“ angeboten. Als man mich abholte, sah alles auf den ersten Blick ordentlich aus: ein gepflegter Garten, ein sauberer Schuppen, fast schon steril.
Doch niemand fragte, wie wir uns fühlten.
Wir saßen auf Drahtboden in dunklen Buchten. Kein Heu, nur Pellets. Keine Beschäftigung, kein Platz, keine Liebe. 😔
Ich hatte große Angst vor Menschen. Wenn jemand zum Füttern kam, versteckte ich mich sofort unter allem, was ich finden konnte. Mein Fell war stumpf und schuppig. Vertrauen kannte ich nicht.
Erst langsam begann ich zu verstehen, dass mir nichts mehr passiert. ❤️
Im August 2021 durfte ich in ein Zuhause ziehen. Anfangs lief alles gut, doch immer wieder bekam ich schmerzhafte Ohrenentzündungen. Später wurde ich in der Gruppe ausgeschlossen. Ich wurde immer trauriger und kränker.
Im Januar 2022 kam ich zurück in meine vertraute Pflegestelle. Dort wurde ich gründlich untersucht, denn es ging mir gar nicht gut: stumpfes Fell, Blasenschlamm, wieder entzündete Ohren und sogar Gitterbeißen – obwohl ich viel Platz hatte. Alle Untersuchungen blieben ohne eindeutigen Befund.
Dann geschah etwas ganz Besonderes. ❤️
Noch vor Ende meiner Quarantäne durfte ich wieder zu Lady, die ich bereits kannte. Diese Vergesellschaftung wird niemand vergessen. Ich kuschelte mich sofort unter sie, als hätte ich endlich wieder Halt gefunden. Man konnte richtig sehen, wie ich wieder aufblühte und neuen Lebensmut bekam. ✨
Meine Ohren machten weiterhin große Probleme. Schließlich zeigte ein CT, dass meine Gehörgänge viel zu eng sind und dringend operiert werden müssen. Im November 2022 wurde die Operation glücklicherweise rechtzeitig durchgeführt – und sie verlief erfolgreich. 🙏
Doch als Lady später verstarb, verschlechterte sich mein Zustand erneut. Ich ließ nur noch meine Pflegemama an mich heran. Mit Sissi die zu mir zog blühte ich auch wieder auf. Bis sie auch verstarb. Meine Pflegemama gab mir zum Glück Halt.
Ich bin ein sehr sensibles Kaninchen und brauche konstante Menschen um mich herum. Deshalb darf ich für immer in meiner Pflegestelle bleiben. ❤️
Inzwischen bin ich 8 Jahre alt. Meine Zähne müssen nun regelmäßig kontrolliert werden – wahrscheinlich eine Folge der schlechten Pelletfütterung in meiner Jugend.
Damit ich weiterhin gut versorgt werden kann, wünsche ich mir liebe Menschen, die mich bei meinen Tierarztkosten unterstützen möchten. 🥺🐰
Jede Patenschaft hilft mir dabei, weiterhin gesund und glücklich leben zu dürfen. ❤️


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